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Wachauer Nase der Extraklasse!

16. Januar 2017 Veröffentlicht von Monika Hauleitner

Steckbrief der Wachauer Riesen-NASE:

Seit wann? Juli 2014
Wo? Donau-Stromkilometer 2014, rechtes/südliches  Donauufer bei der Fährstation St. Lorenz
Von wem? Künstlergruppe GELATIN
Abmessung des XXL-Zinkens:Nasen-Baustelle ® Gerlinde Attam 4 m hoch, 5 m breit, 7 m lang; 7 m tiefe Verankerung! Man beachte: 4×5=20; 7+7=14 ==> 2014  (Entstehungsjahr und Stromkilometer!!)

Es war einmal ein Riese; an den Wogen der Donau schlief er ein und er schlief riesig lang. So lange, bis der Donausand ihn bedeckte und nur mehr die Nase herausguckte! So kann er nicht nur unendlich lange weiteratmen, sondern auch die Düfte der Wachau genießen: die Blüte der Marillenbäume, das fruchtige Aroma der Weintrauben – er wird noch lange sanft schlafen und gar nicht wach werden wollen!

Wachauer Nase von der Donau aus gesehen ®Gerlinde Attam   Nase in St. Lorenz - ®kremskultur    Nase in St. Lorenz - ®kremskultur; Blick Richtung Norden

Einen besseren Platz kann eine feine Nase gar nicht finden! Mitten in der Wachau, bei der Fährstation von St. Lorenz nach Weißenkirchen [Stromkilometer 2014], wird dem Riechorgan ein überdimensionales Denkmal gesetzt! Wer Wein, gutes Essen und auch die Natur liebt, weiß um die Bedeutung einer feinen Nase und wird zustimmen, dass sie hier genau am richtigen Fleck steht!

Die junge Künstlergruppe Gelatin ist Schöpfer dieses Kunstwerkes und startete die Vorbereitungen mit einem Nasen-Casting im Schloss Rossatz.  Damit die Wachauer Riesennase auch wirklich zu den Menschen der Region passt wurden mehr als 70 Nasen begutachtet, fotografiert, vermessen und anschließend Modelle angefertigt. Letztendlich sollte das Kunstwerk eine Hybridnase werden: Lucas, damals 17 Jahre alt und Sohn des  Rossatzer Bürgermeisters, und eine hier ansässige Hamburgerin lieferten das Nasen-Profil!

Glaubt man den Künstlern, so handelt es sich um eine sehr „menschliche“ Nase: Unterschiedliche Düfte je nach Jahreszeit und Umgebung, bis hin zu weniger angenehmen Gerüchen nach Volksfesten (die Nase ist begehbar und bietet einige versteckte Winkel im Inneren….. !) Im Lauf der Jahre könnten ihr vielleicht auch Nasenhaare in Form von Grasbüscheln wachsen – man wird sehen! Regen und Donaufluten sorgen immer wieder für ein kräftiges Durchputzen!

Hard Facts zum zarten Sinnesorgan:

  • Überflutungen der Donau machen nicht nur überirdisch eine enorme Konstruktion (4m hoch, 5 m breit, 7m lang) notwendig, sondern auch eine 7m tiefe Verankerung im Boden, um jedem Hochwasser „die lange Nase zu zeigen“.
  • Seit Juli 2014 kann das Prachtstück unmittelbar am Donauufer bestaunt, fotografiert, berührt, erforscht und erklommen zu werden. Die Nasenspitze bietet einen herrlichen Panoramablick!

Aus einem Wettbewerb der Regionalinitiative „Wachau 2010 plus“ in Kooperation mit „Kunst im öffentlichen Raum NÖ“ ging die Künstlergruppe Gelatin als Sieger hervor und erhielt den Auftrag zur Realisierung dieses Prachtstücks!

Die Künstler:

Gelatin besteht aus 4 Künstlern, die sich 1978 als Kinder in einem Sommercamp kennengerlernt haben. Seit etwa 1993 arbeiten sie professionell zusammen. Wolfgang Gantner, Ali Janka, Florian Reither und Tobias Urban spielen in ihren Installationen gerne mit nackten Körperteilen bis hin zur Provokation.

Wenn die Nase ein Auge wäre, würde sie folgendes sehen:

Blick von der Nase nach Weißenkírchen ®kremskultur

Wachauer Nase planning: ARCH Herwig Müller
Wachauer Nase production: 
Oberhauser & Schedler Bau GmbH
supported by: Kunst im öffentlichen Raum NÖ

Die Weißenkirchner nahmen die Herausforderung an. Hier ihre Antwort auf die Nase: Da dies nur als Faschingsscherz gedacht war, verwendete man wenig wetterstabiles Material und diese „provisorische“ Nase wurde 2017 durch eine Granit-Version ersetzt!

 Auge sucht Nase! Weißenkirchen ® Gerlinde Attam       Auge sucht Nase! Weißenkirchen ® kremskultur   

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2018: Auch in Spitz taucht ein Sinnesorgan auf! Direkt an der Donaulände, neben dem Treppelweg (=Treidelpfad, Leinpfad):

Ohr-Spitz ®kremskultur Ohr-Spitz ®kremskultur

Wenn dieses Scherz-Kunstwerk lange genug steht, bekommt es vielleicht auch eine Granit-Variante wie in Weißenkirchen! Stand Februar 2019: Im Moment sind noch keine neuen Sinnesorgane in der Wachau aufgetaucht. Böse Zungen meinen, jetzt würde nur mehr das Hirn fehlen!

Danke an Gerlinde Attam für die Bereitstellung einiger Nasen-Bilder!

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